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Ich, Galadfin, Vertrauter des Elfenprinzen Voronwe, bin beauftragt worden, über die Herkunft meines Volkes zu schreiben, und wie es kam, dass wir von weit her über das Meer in diese Gefilde kamen. Als erstes möchte ich eine Stelle aus dem Tagebuch meines Herrschers Voronwe zitieren:
"... Es kam zum Ende der Diothese mein Vater Elfaron zu mir und meinem Bruder Uvanimo. Er sah sein Ende kommen und wollte nicht, dass sein Volk auf dem Lande weiterlebe, wo er gestorben sei. Daher gab er uns den Auftrag mit unserem Volk über das Meer zu segeln und neue Gefilde als unsere Heimat anzunehmen. Mein Bruder und ich sollten also über die Elfen herrschen, wie es unser Vater tat, doch war dies nicht einfach.
Mit dem Ortswechsel schlug auch die Stimmung meines Bruders um. Eines Tages auf hoher See kam es dann zu einem Streit, er meinte, es sei nicht möglich, gemeinsam ein so großes und mächtiges Volk wie die Elfen zu führen und wir müssten endlich klären, wer der alleinige Herrscher über die Elfen werde. Der Streit eskalierte und spaltete die Elfen in zwei Lager. Die einen wollten dem letzten Willen meines verstorbenen Vaters Elfaron folgen und sich uns beiden, Uvanimo und mir, anschließen, doch der andere, etwa gleichgroße Teil, fand diese Vorstellung zwei Herrschern zu folgen völlig inakzeptabel und schloss sich daher meinem Bruder an. Sie veränderten schon auf dem Meer ihr Benehmen und auch ihre Sprache begann sich zu wandeln. Ich vermag nicht zu sagen in welcher Art, doch klingt sie nun unfreundlicher und dunkler.
Als wir endlich wieder Land erreicht hatten, gruppierte sich mein Bruder sofort mit seinen Gefolgsleuten in einem anderen Teil des Waldes als ich mit meinen Elfenscharen..."
Soweit also lässt sich die Spaltung der Elfen aus der Erinnerung von Voronwe erklären. Er war ein gütiger Herrscher und wir lebten hier im neu besiedelten Gebiet ähnlich wie wir in unserer alten Heimat lebten. Doch eines Tages kam ein Reiter in unser Lager, er war eindeutig ein Mensch. Er brachte uns eine erschreckende Nachricht von plündernden und mordenden Horden, gegen die es sich zu vereinigen galt.
Die Menschen waren also auf der Suche nach Verbündeten um Kampf gegen die dunklen Horden. Voronwe ahnte wohl nur in finsteren Träumen, dass auch sein Bruder zu diesen marodierenden Horden gehörte.
Er gab dem Reiter sein Wort, dass er und seine Elfen sich für einen Krieg rüsten würden und an der Seite der Menschen und ihrer Verbündeten in den Kampf ziehen werde.
Und so kam es dann auch, zum ersten Mal in der Geschichte der Welt zogen im Zeitalter der Trestaria Menschen, Elfen und sogar Zwerge gemeinsam in den Krieg. Zu Beginn sah es gar nicht gut aus für die Völker des Lichtes, doch dann kam die überraschende Wende. Durch das Kriegstoben waren anscheinend Echsenwesen aufgeschreckt worden, die sich auf beiden Seiten des Schlachtfeldes gruppierten, doch waren sie den Völkern des Lichtes anscheinend stärker verbunden als denen der Finsternis. Durch ihre Mithilfe gelang es uns im Zeitalter der Trestaria die Völker der Finsternis zurückzudrängen und eine Zeit in Frieden zu leben.
Mit diesem Erfolg und geschickten Worten gelang es den führenden Herrschern der Menschen, Elfen und Zwerge die Echsenwesen vollends auf die Seite des Lichtes zu bekommen.
Von nun an werden die vier Völker des Lichtes gegen alle Grausamkeiten und Bedrohungen geschlossen vorgehen, das wird uns das Zeitalter der Tesserante auf jeden Fall zeigen!
Entweder gewinnen die Völker des Lichtes gemeinsam, oder wir werden gemeinsam untergehen, einen anderen Ausweg wird es für uns nicht geben!
Ehre und Glanz den Völkern des Lichtes,
Galadfin, Vertrauter des Elfenprinzen Voronwe
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